Ökologie des Hofes
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In mehreren Stufen werden in dieser
Anlage alle Abwässer mechanisch-biologisch so
aufbereitet, dass am Ende des Prozesses wieder
Wasser in einer trinkbaren Qualität zur Verfügung
steht
Die Abwässer werden zuerst über einen
Verteiler in eine von zwei Rotte-Kammern geführt, in
der jeweils ein spezieller Rottesack die Feststoffe
aus dem Abwasser filtert. Regelmäßige Zugaben von
Stroh, Gras oder Häckselwerk sorgen für einen
schnellen Kompostierungsablauf. Wenn der Rottesack
nach etwa 6 Monaten einen bestimmten Füllgrad
erreicht hat, wird über den o.g. Verteiler das
Abwasser in die zweite Rottekammer geleitet. Der
gefüllte Rottesack ruht dann etwa 6 Monate, bis der
Kompostierungsprozess so weit fortgeschritten ist,
dass der gesamte Inhalt auf die Felder ausgebracht
werden kann, wo er partiell als hochwertiger Dünger
eingesetzt wird.
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Das über die Rottekammern
vorbehandelte Abwasser wird dann in einer
weiteren Kammer gesammelt und in bestimmten
Zeitintervallen durch ein Schlauchsystem
mittels einer Pumpe dem Beet aus
Schilfpflanzen zugeführt und dort ringförmig
gleichmäßig verteilt. Diese Form der
intervallweisen Beschickung führt zu einer
zusätzlichen Sauerstoffversorgung des
Beetes. |
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Innerhalb dieses Schilfbeetes
sorgen nun die im Wurzelwerk der Pflanzen
angesiedelten Mikroorganismen für die
biologische Reinigung des Wassers bis hin
zur Trinkwasser-Qualität. Dieser ganze
Prozess läuft ohne eine wahrnehmbare
Geruchsbildung ab.
Im Frühjahr wird das Schilfbeet geschnitten,
um den jungen Schilftrieben Platz zu machen.
Das bei diesem Schnittvorgang anfallende
Pflanzenmaterial wird gehäckselt, gelagert
und anschließend portionsweise wieder dem
aktiven Rottesack zur Kompostierung
zugeführt. Im Winter fallen die
oberirdischen Teile der Schilfpflanzen in
sich zusammen und bilden so eine eigene
Wärmedämmung für das Wurzelwerk der
Schilfpflanzen, das auch bei tiefen
Temperaturen noch eine volle
Reinigungsleistung aufweisen kann.
Weitere Informationen zum Thema
"Pflanzenkläranlagen" findet der technisch
Interessierte auf den Webseiten des
Ingenieurbüros
“areal”, das sich auch für den
Bau der Kläranlage auf dem Klickerterhof
verantwortlich zeichnet. |

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